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Chicago - Denver - LA
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Unsere Reise 2012

Dienstag, 20. März 2012 :: Chicago(Illinois) [Bilder]

Hallo Leute, Grüsse aus Chicago!
Wir haben die Flugreise von 9 Stunden und 20 Minuten gut überstanden!
Mein Lieblingssatz während den vielen Stunden, eingepfercht wie eine Sardine, war: “Werni, wia lang gots no??“
Dieses Mal sind wir problemlos durch alle Kontrollen gekommen, ach du Wunder!
Der Hotelshuttle brachte uns sicher durch die verkehrsreiche Stadt, welche sich uns in frühlingshafter Pracht zeigt; seit 1957 war sonst in dieser Jahreszeit meist Winter mit viel Schnee! Was für ein Glück!
Bei der Rezeption treffen wir auf ein Ehepaar aus Luzern. Später, in einer typisch amerikanischen Bar, erzählen sie, dass sie dieselbe Reise wie wir vor haben. Wie man weiss, verbinden solche Gemeinsamkeiten und wir verbringen einen angenehmen Abend zusammen bei Bier und feurigen Pouletflügeli. Rund um uns an den Wänden hängen zig Fernseher, die ein Rugbymatch übertragen. Gegen 21 Uhr legte der Jetlag unsere rege Unterhaltung lahm, so dass wir kurz darauf völlig K.O. ins Bett fallen. [TOP]

Mittwoch, 21. März 2012 :: Middlebury(Indiana) [Bilder]

Um 3 Uhr in der Früh packen wir unsere Bagage zusammen, damit wir um 6 Uhr, wenn das Restaurant öffnet, frühstücken können, nachdem wir unsere Wasserflaschen im Bus auf den besten Plätzen deponiert sowie das Gepäck eingeladen haben. Zusammen mit den neuen Bekannten von gestern futterten wir, wie wenn es das letzte Mal wäre!
Auch hierher hat es ein Zeitgenosse, diesmal aus München, geschafft, der es darauf anlegt, andere zu belehren und zu beleidigen. Wir haben ihm den Namen EGON verpasst.
15 Minuten später fährt uns der grosse Bus, zusammen mit vielen anderen Wohnmobilfreaks, nach Middlebury IL, was sage und schreibe 3 Stunden dauert.
Gruppenweise zeigt man uns dort bei sommerlichen Temperaturen wie man ein Wohnmobil handhabt. Wir haben ein kleineres zugeteilt bekommen, sind aber nicht unglücklich darüber, da es sehr heimelig und gemütlich ist. Es ist schon lange nach Zwölf und dank einiger Herumtrödler, sitzen wir immer noch hier fest.
Aber dann! Voller Erwartung fahren wir durch das kleine, anschauliche Middlebury. Die vielen kleinen Holzhäuser sind von einer unbeschreiblichen Blumenpracht umgeben. Glücklich fahren wir zum nächsten Einkaufscenter, wo wir alles Nötige einkaufen. Auf dem Parkplatz steht eine kleine schwarze Kutsche, das schmächtige Pferd, das an einer langen Eisenstange, die speziell für Pferde hingestellt wurde, und die man in dieser Gegend immer wieder antrifft, glänzt vor Schweiss. Nichts zu trinken für den armen Kerl weit und breit! Schwer beladen steigt kurz darauf eine Mutter mit ihren drei Töchtern ein. Alle tragen altertümliche Hauben und lange Kleider. Ich verklemme nur mit Mühe die Frage, warum sie das arme Tier in dieser Hitze nicht tränken. Schliesslich haben wir happige 30°C! Woher kommen diese Leute, die aussehen wie wenn die Zeit vor einigen 100 Jahren stehen geblieben wäre? Werni weiss mehr! „Das sind Amische! Einwanderer aus Süddeutschland und der Deutschschweiz, die heute noch leben wie vor über hundert Jahren.“ [WIKIPEDIA] Auf der Fahrt zum nahe gelegenen RV Park sehen wir noch einige dieser komischen Gefährte. Interessant!
Für 20 Dollar bekommen wir einen Platz auf dem KOA-Campingplatz. Der fröhliche junge Mann der seine Behinderung super meistert, leitet uns sicher zu unserem Platz. Bei einem heiteren Gespräch erzählt er mir, dass die Amish People ihre Tiere wie Familienmitglieder behandeln und darum gut mit ihnen sind. Es seien gute Menschen. Froh das zu wissen setzten wir uns auf unsere neuen Stühle, draussen in die Sonne. Es ist nun so heiss geworden, dass wir kurze Hosen und Flipflops anziehen. Abends lassen wir die Klimaanlage kühlen und schlafen wie Murmeltiere. [TOP]

Donnerstag, 22. März 2012 :: Middlebury(Indiana)->Pendleton(Indiana) [Bilder]

Mitte März, draussen das Frühstücksgeschirr abwaschen, das gefällt uns!
Vor dem Mittag fahren wir erneut durch das idyllische Dorf. Ich winke einem Amish-Man, welcher in seinem Einspänner vorbeifährt, zu, er winkt heiter zurück. Sein weisser Bart flattert im Wind, als er sein kleines Pferd um eine Kurve lenkt.
Die blühenden Bäume leuchten in rosa und weisser Farbe.
Wir verlassen Middlebury in Indiana mit vielen schönen Eindrücken. Unsere Reise führt weiter gegen Indianapolis. Wir fahren auf der Indiana 13 South. 30°C!
Diese Strecke führt Mitten durch den Cornbelt, der Maisgürtel der USA. Nebst weitläufigen, noch brach liegenden Ackerfeldern, auf denen noch die Stoppeln der letzten Ernte stehen, sehen wir unglaublich schicke kleine Häuser. Auch hier hat der Frühling Einzug gehalten. Diese herrlichen Farben, man kann es kaum beschreiben!
In Millersburg schiessen wir einige Fotos, dann geht’s weiter.
Motorradfahrer überholen uns, und uns fällt auf, dass keiner einen Helm trägt, auch später auf der Autobahn nicht. Sieht natürlich cool mehr nach Easy Rider aus, muss man schon sagen!
Auf dem "Glowood" RV-Platz in Pendleton lassen wir uns nieder, stellen sofort die Stühle und den Tisch draussen auf und lassen es uns gut gehen. Am Abend ist es immer noch 25°! Normalerweise ist der Platz im März noch nicht benutzbar, weil dann noch Schnee liegt und alles durchweicht ist. [TOP]

Freitag, 23. März 2012 :: Pendleton(Indiana)->Effingham(Illinois) [Bilder]

Regen! Die Farmer werden, im Gegensatz zu uns, Freude daran haben, denn gestern sah ich wie trocken die Felder sind.
Erst um 7 Uhr 40 wird es hell. Da wir schon früher wach sind, koche ich das Mittagessen vor, dann gibt’s erst Frühstück. Bei leichtem Regen verlassen wir Pendleton und fahren direkt in einen starken Regenschauer hinein, Richtung Indianapolis. Einige Hagelkörner machen uns Nachdenken, ob wir auch versichert sind.
Da wir mit dem Alkoven nicht sehr schnell fahren können, überholt uns ein Brummi nach dem anderen. Wir sehen das locker. Endlich kommt die Sonne durch und man sieht die rosa blühenden Bäume zwischen den vielen Laubbäumen, die hell und dunkelgrün ihre Blätter austreiben. Diese Gegend vor Indianapolis sieht der Schweiz im Flachland recht ähnlich.
Kaum fahren wir durch die berühmte Autorennen-Stadt, beginnt es wieder zu schütten.
Also geht’s weiter Richtung St. Louis.
In Brazil tanken wir und essen im Mac Z’mittag.
Die Sonne begleitet uns nach Illinois, wo wir in Effingham einen schönen RV Platz direkt an einem See, dem Lake Pauline, finden. Leider regnet es wieder. Wir nützen die Gelegenheit um zu Waschen und Tumbleren.
Blitze lassen mich erzittern! Eine Tornadowarnung im Internet treibt uns zur Rezeption, denn mit diesen Dingern kennen wir uns gar nicht aus. Obwohl diese Gegend zur Tornado Alley gezählt wird, raten sie uns, in solch einem Fall in ein Abwasserrohr zu steigen, denn sichere Unterstände gibt es nicht. Wo herholen bitte?
Entwarnung! Das schlimme Unwetter scheint nun wirklich vorbei zu sein. Ein Eichhörnchen turnt in der Sonne auf den treibenden Bäumen herum. Ein Spaziergang ans Ufer des Sees führt uns an gigantischen Campern vorbei, man könnte einen Minderwerigkeits-Komplex bekommen! Aber nein! Wir sind so glücklich mit unserem kleinen Schneckenhaus.
Wieder einmal müde zum Umfallen ziehen wir gegen fünf Uhr unsere Betten mit den frisch gewaschenen Anzügen an. Schnell noch den zum Glück vorgekochten Z’nacht wärmen und dann ab ins Traumland. Ich hoffe, im Traum nicht nach einem Abflussrohr suchen zu müssen, aber für die nächste Reise werden wir eines mitnehmen! [TOP]

Samstag,  24. März 2012 :: Effingham(Illinois)->St. Louis(Missouri) [Bilder]

Fünf Uhr. Von den vielen Vogelstimmen geweckt, recken und strecken wir uns in unserem flauschigen Bett. Apropos Bett, dank der fünf Deckbetten, mit denen unser Camper ausgestattet ist, liegen wir herrlich weich auf der brettharten Unterlage. Gute Idee, gell!
Beim Frühstück tagt es langsam. Während wir genüsslich in ein Stück getoastetes Brot beissen, sehen wir durch das FrontFenster einem Gänsepärchen zu, das im Märchenwald schnatternd im sandigen Boden nach Nahrung sucht. Kleine Eichhörnchen turnen auf den Tischen und Stühlen, die auf jedem Platz stehen.
Wir sind bereit zur Weiterreise, denn die Sonne will nicht recht.
Im Wal Mart kaufen wir ein. Verführerisch, was man hier alles auf einer Ladenfläche findet.
Bei herrlichem Sonnenschein fahren wir durch den Frühling, an Vandalia vorbei, wo einst Abraham Lincoln seine politische Karriere begann, für 4$ am Tag. Vor St. Louis sehen wir den gigantischen Chromstahlbogen in den Himmel ragen. Ich fotografiere das Tor zum Westen, wie man ihn auch nennt, während der Fahrt, was mit der rumpelnden Strasse nicht einfach ist. Am Rande des Zentrums stellen wir unseren Camper auf einen Stellplatz, der nachts um 11 Uhr geschlossen wird.
Der Platz ist beinahe voll, so können auch wir bedenkenlos hier stehen.
Ab in die Stadt!
Leider gibt es keinen Bus in der Nähe oder die freundliche Dame in der Rezeption weiss nicht recht Bescheid!
Zu Fuss, dem Stadtplan nach, stehen wir bald auf der Washington Ave, die uns direkt ins Herz von St. Louis führt. Eine Siedlung von Lofts hat es uns angetan, hier zu wohnen, mit einem grossen Atelier, wäre nicht schlecht. Träumen kostet nichts!
Es ist heiss und wir sind hungrig. Bei Rosalita, einem Mexikanischen Restaurant, bedient uns ein freundlicher junger Mann, der Genf und München kennt, sogar etwas deutsch spricht. Die Maistortilla-Tacos sind hervorragend und der Pico de Gallo erst! Alles schmeckt so richtig Mexikanisch!
Satt schlendern wir dann an den hohen Häusern vorbei zum Jeffersonpark. Mitten in der Metropole stehen wir in einer frühlingshaften Farbenpracht, herrlich!
Der Gateway Arch steht nun direkt vor uns. Wir müssen ihn anfassen!
Auf der Treppe, die uns eine schöne Aussicht auf den Mississippi ermöglicht, machen wir eine Pause. Wir sitzen zwischen Touristen aus aller Welt und schauen amüsiert einer Braut, gefolgt von ihren Brautjungfern, zu. Weil die Treppe so steil ist und die in weiss gekleidete Frau es anscheinend eilig hat, hebt sie den Rock und siehe da, Turnschuhe. Die Damen hinter ihr in eleganten Abendkleidern, tragen Flipflops, das gefällt mir!
Beinahe wäre die Kutsche mit der Braut, am Ufer des berühmten Flusses, wo noch unzählige andere Kutschen stehen, ohne den hinterher eilenden Bräutigam davon gefahren! Ja, der schönste Tag im Leben kann manchmal recht anstrengend sein.
Anschliessend beobachten wir die gelben Helikopter, die im Minutentakt auf einem Dach vor uns landen und starten, denn die Touristen wollen anscheinend St. Louis von allen Seiten betrachten. Wir dagegen sind einfach nur noch müde. Darum nehmen wir den beachtlichen Weg zum Camper unter die brennenden Füsse. Eine Dusche und dann ab in die Federn. [TOP]

Sonntag, 25. März 2012 :: St. Louis(Missouri) | Cahokia Mounds [Bilder]

Die Vögel pfeifen die ganze Nacht! Kann das davon kommen, dass es in der Stadt immer hell ist? Wir haben trotzdem gut geschlafen. Heute ist der Tag der Begegnung. Bei den Cahokia Hügeln, [LINK] ausserhalb von St. Louis spricht uns eine Amerikanerin an, ihr gefällt unser Camper, hat anscheinend einmal eine Reise mit solch einem Gefährt gewonnen. Es ergibt sich ein gutes Gespräch. Die Schweiz kennt sie nicht, wünscht sich jedoch eine Reise in die Berge. Hier ist alles Topfeben. Sie springt uns hinterher, um ein Foto von Werni und mir zu schiessen. So viel spontane Herzlichkeit ist für uns Europäer eher ungewohnt. Im Gras vor dem Visitor Center sehen wir eine winzige grüne Schildkröte im Gras herumkrabbeln. Am liebsten würde ich sie mitnehmen, doch in der Freiheit ist sie besser aufgehoben.
Im Museum drinnen können wir uns ein Bild machen, wie die Indianer einst hier gelebt haben. Eine Dame gibt uns wertvolle Unterlagen darüber und erzählt uns, dass sie Luzern sehr schön finde.
Der Guide, ein dünnes Büchlein in deutscher Sprache für 1 Dollar, führt uns zu vielen Hügeln und Palisaden. Zuerst laufen wir durch einen Wald, der uns an den Fürstenwald in Chur erinnert. An einer Wegkreuzung spricht uns ein junger Mann an. Er sucht Zwillingshügel, findet sie aber nicht. Werni hilft wie immer weiter. Wie sich herausstellt, ist er aus Frankreich und arbeitet in einer französischen Firma in St. Louis. Sogleich schwärmen wir von der Bretagne, die wir letztes Jahr besuch haben. Wie er erzählt, kennt er Mexiko gut und wir fangen automatisch Spanisch zu sprechen an. Am Schluss mixen wir Englisch, Französisch und Spanisch. Später treffen wir ihn wieder oben auf dem Mönchshügel, dem grössten prähistorischen aus Erde gebaute Gebilde in der Neuen Welt. Er verspricht uns per E-Mail die Adresse eines Ortes, wo man in der Nähe Indianer treffen kann, zu senden. Cool!
Doch bevor wir die vielen Stufen da hinauf steigen, sehen wir einige dunkelhäutige Hünen, die miteinander heftig boxen. Sportlich, sportlich! Zwischendurch laufen sie immer wieder leichtfüssig die steile Treppe hinauf. Gutes Training. Ich dagegen schleppe mich mit schmerzenden Beinen hinauf. Da! Vor mir auf eine Parkbank ein Schlüsselbund, der in der Sonne leuchtet! Ich packe ihn, laufe zum Treppenrand damit, rufe einem Pärchen hinterher, die hören jedoch nichts. Da steht eine junge Afroamerikanerin vor mir, greift danach und erklärt lachend er gehöre ihr. Sie laufe jeden Tag 10 Mal die Treppe hinauf. Sie lasse den Schlüsselbund stets dort liegen, so disziplinieren sie sich, denn ohne Schlüssel könne sich nicht wegfahren. Aha!
„Ihr seid Schweizer!“ Sie drückt mich freudig. Sie arbeite hier in der Gegend in einer Bierfabrik. „Gut sie kennenzulernen!“ Herzliches Lachen. Sie erklärt, wie wichtig gesunde Ernährung sei. Vor allem grünes Gemüse. Viel, viel Wasser! „Kein Fett!“ Sie hebt den Zeigefinger!
Ich denke heimlich an die Hamburger, die ich später in fett braten werde!
Schlussendlich schreibt sie mir ihre Facebookadresse auf unseren Flyer. Anscheinend spielt sie Cricket. So viel Herzlichkeit an einem einzigen Tag! Wir sind überwältigt. Der Rückweg führ uns an Woodhange vorbei, wo wir einen kurzen Stopp machen. Dann geht’s heim an den Herd, ihr wisst ja warum! An Guata! [TOP]

Montag, 26. März 2012 :: St. Louis(Missouri) Pause

Langsam pendelt sich unser Alltag ein. Die Müdigkeit während dem Tag ist auch besser geworden. Trotzdem entschliessen wir uns, für einen Faulenzertag hier in St. Louis. Die drei gleichen Campermodelle wie unserer, anscheinend Engländer, die sich aber sofort abwandten, als wir sie grüssen wollten, sind früh morgens weggefahren. So haben wir freie Sicht zu den rasa blühenden Bäumen und den erwähnten Lofts.
Ich koche für mindestens zwei Tage vor. Wir hören gute Musik. Werni klimpert fleissig auf den Laptoptasten. Wir geniessen unseren Frieden im kleinen Stübchen. [TOP]

Dienstag, 27. März 2012 :: St. Louis(Missouri)->Memphis(Tennessee) [Bilder]

Auf der langen Fahrt nach Memphis, Tennesee, verwandeln sich die blühenden Bäume, tragen nun feine, hellgrüne Blätter. Auch die Wiesen sind grüner geworden. Grosse Traktoren eggen die dunkle, saftige Erde. Die Tacos bei TacoBel sind soo gut!
Etwa 100 Kilometer vor Memphis machen wir erneut einen kleinen Kaffeestopp vor einem Best Western Hotel. Ein Klopfen an der Türe scheucht uns auf. Draussen in einem Cabriolet sitzt ein Pärchen in unserem Alter und fragt lachend, ob wir das wohnen im Camper satt hätten uns ins Hotel gehen? Erstaunt über diese Vermutung verneint Werni, der mit ihnen draussen spricht. Da sie eines Tages einen Camper kaufen wollen, haben sie weitere Fragen, die Werni gerne beantwortet. Ich löse währenddessen gemütlich ein Kreuzworträtsel, beisse genüsslich in einen rotbackigen Apfel. Die Sonne scheint, überall blüht der Löwenzahn, ist das herrlich!
Kurz vor der Stadt, in der Elvis Presley seine Karriere begann, nimmt der Verkehr zu und wir fahren mitten drin im Kuchen über eine Stahlgitterbrücke, Downtown entgegen. Der Stellplatz steht innerhalb Graceland, dort wo Elvis einst wohnte. Wir bekommen dank einer perfekten Organisation schnell einen Platz neben einem herzigen Wäldchen. Ein gemütliches Nachtessen schliesst den langen Tag ab. Wir freuen uns auf morgen, sind gespannt. [TOP]

Mittwoch, 28. März 2012 :: Graceland | Elvis Presley | Memphis(Tennessee) [Bilder]

Elvis wir kommen! [WIKIPEDIA] [ELVIS HOMEPAGE]

Einige Meter vom Camper entfernt, finden wir den Eingang zu Graceland. Erschwingliche Tickets ermöglichen uns die Villa von Elvis Presley zu besichtigen. Ein Bus bringt uns dorthin. Der weitläufige Park mit den Pferdekoppeln ist ein Traum. Beim Eingang blüht Oleander in rosa und rot bei sommerlichen 28°C!
Die Inneneinrichtung nach der damaligen Zeit erinnert an uralte Filme. Einige der eher kleinen Räume, sowie die eine Treppe, sind mit grünem Teppich belegt. Sogar die Decke vom Billard-Zimmer wurde mit diesem grünen Staubfänger ausgestattet. Grün soll gut für die Augen sein.
Ein langer Saal, gefüllt mit lauter Gold- und Platin-Schallplatten und sonstigen Preisen zeigt, was für ein Genie Elvis war. Traurig hören wir zusammen mit den anderen Besuchern die Musik des Stars in seinen letzten Auftritten, wo er schon recht angeschlagen aussah!
Draussen wird die Kehle noch enger, denn das Grab von Elvis bewacht von weissen Engeln, erinnert einen auch an die eigene Vergänglichkeit.
Aus dieser Stille heraus, fahren wir wieder mit dem Bus zurück zum grossen Areal, das den King of Rock wieder aufleben lässt, wenigstens in unserer Phantasie.
Seine prächtigen Kleider, seine Gitarren und vieles mehr, sind hinter Glas ausgestellt.
Beinahe hätte ich die wunderschönen Autos und Flugzeuge vergessen! Das eine Flugzeug, eine DC-8, getauft auf den Namen Lisa Marie, gleicht einer Wohnung, ist sogar mit einer Bar und Doppelbett ausgestattet. Goldene Wasserhähne zieren das schmucke, kleine Bad. Wie schon oft am heutigen Tag denke ich an Priscilla, Elvis Frau. Wie ist es ihr wohl damals gegangen?
Zwischendurch essen wir einen Burger in einem der vielen Restaurants. Die Innenausstattung ist in Pastellfarben gehalten und erinnert an Elvis. Fleetwood.
Schlussendlich landen wir im Heartbreak Hotel. In der Lobby schauen sich Gäste aus farbenfrohen Sesseln Filme und Bühnenauftritte ihres Idols an. [Bilder] zeigen Elvis in jedem Stadium seiner steilen Karriere, sogar im Militär. Er muss ein sehr offner Mensch gewesen sein.
Die Sonne scheint heiss, als wir nach 6 Kilometern Marsch im Camper ankommen und sofort die Klimaanlage anstellen.
Resümee des Tages: der KING OF ROCK lebt in uns weiter! Seine Lieder werden heute noch von allen Generationen gehört Wer hat das je vor oder nach Elvis geschafft?! [TOP]

Donnerstag, 29. März 2012 :: Memphis(Tennessee)->Alma(Arkansas) [Bilder]

Vom Stellplatz Graceland, fahren wir über den Mississippi in den Staat Arkansas, welchen wir heute von Ost nach West durchqueren werden. Bei 28°C lassen wir uns bei Mac Donalds ein Softeis schmecken. Bis Little Rock ist die Landschaft von ebenen Feldern geprägt. Dann sehen wir Kilometerweise hauptsächlich Laubwälder. Zwischen den grünen Bäumen entdeckte ich immer wieder grosse Seen. „Aber da stehen überall absterbende Bäume im Wasser, Werni!“ Ich glaube des Rätsels Lösung gefunden zu haben, als ich riesige Felder fotografiere, die zur Hälfte überschwemmt sind! Hier hat anscheinend ein brutales Unwetter gewütet! Vor Fort Smith fahren wir nach Alma auf den KOA Campingplatz. Kaum stehen wir in dem kleinen Wäldchen, bekommen wir schon Besuch von einer Entenfamilie und einer Katze. Wir essen draussen in der Wärme Hörnli mit Gehacktem, von mir vorgekocht. Die kleinen Enten bekommen Brotwürfel, um die sie sich streiten. Die Mieze wälzt sich genüsslich am Boden. Wir machen noch eine kleine Runde um den See, der zum Platz gehört, bevor die Sonne untergeht. Dann gehen wir in unser kleines Zuhause und schlafen wunderbar. [TOP]

Freitag, 30. März 2012 :: Alma(Arkansas) Pause [Bilder]

Eigentlich wollten wir weiter bis Oklahoma City, aber eine Sturmwarnung mit baseball-grossem Hagel, lässt uns in Alma bleiben. Am Morgen erwarten uns bereits die Entchen vor dem Eingang. Natürlich bekommen sie erneut etwas zu picken, worüber sie sich freuen. Später schlafen sie gemütlich bei uns auf dem Platz in der Sonne.
Gegen Mittag zieht es uns in den Wal Mart, wo es nur so von Osterhasen wimmelt. Farbige Osternester, gefüllt mit allerlei Süssem, sehen verlockend aus. Mal sehen, was uns der Osterhase zirka in einer Woche versteckt. Waschen ist angesagt! Deckbetten und Kissen raus an die Wärme zum Auslüften! Vorkochen für morgen, dann gemütlich den Tag draussen ausklingen lassen. Dabei muss man beachten, dass man die Hände auf dem Schoss behält, denn die lieben Entlein picken nach allem was sie für Essen halten. Aua!
Mitten in der Nacht wecken uns Schüsse. Mir stockt der Atem!
Das Knallen kommt immer näher! Ich male mir schon die schlimmsten Szenarien aus. Doch dann Stille! Ich liege noch lange wach, höre auf jede Regung um uns herum. Irgendwann bin ich eingeschlafen. [TOP]

Samstag, 31. März 2012 :: Alma(Arkansas)->Weatherford(Oklahoma) [Bilder]

Wir verlassen den KOA Campingplatz in Alma, schon früh. Wen wundert's?
Unser Ziel ist Oklahoma City. Kaum fahren wir über die Grenze von Oklahoma, fängt die Vegetation an, die uns gefällt. Es wird karger und die Orte tragen Indianernamen, wie
Sequoah, Muskogee, Shawnee. In der Nähe des Lake Eufaula, koche ich Mexikanisch, denn wir sind am verhungern.
Auf der Weiterfahrt sehe ich mehrere Tafeln, die auf Semiolen hinweisen. Was sind das für Indianer? Anscheinend haben sie früher in Florida gelebt. Aber warum sind sie nun hier in Oklahoma?
Da die Wettervorhersage für die nächste Woche vor Stürmen mit Hagel warnt, durchqueren wir so schnell wie möglich den Staat Oklahoma. Von Oklahoma City sehen wir lediglich die Wolkenkratzer und eine fünfspurige Autobahn, die noch nicht im GPA erfasst ist. In Weatherford bleiben wir auf einem schönen Stellplatz in der Nähe eines Flugzeugmuseums hängen. Kaum steht der Camper in Position, die Papiere bei der netten, alten Dame mit den Lockenwicklern im Haar, ausgefüllt, stehen wir bereits im obengenannten Air and Space Museum, das in erster Linie General Stafford, einem der ersten und bedeutendsten Astronauten, gewidmet ist.
Verschiedene Flugzeugtypen wie die Sabre, Mig 17 oder F 16 sind im kleinen, aber interessanten Museum ausgestellt. Das Hauptthema sind aber die GEMINI- und APOLLO-Missionen mit der Mondlandung im Juni 1969.
Kurz vor 17 Uhr gehen wir, wahrscheinlich die einzigen die hier herumlaufen, alle andern sind mit Autos unterwegs, zum Camper zurück. Abwaschen ist angesagt.
Später lesen wir bei offener Türe bis es klopft. Unser Nachbar will wissen, wie es möglich ist, dass wir aus Neuseeland kommen, und die Besitzerin des Platzes uns scheinbar nur schlecht verstanden hätte. Wir klären den Irrtum schnell auf und es entsteht ein angenehmes Gespräch. Seine Frau kommt auch noch dazu und wir erfahren, dass sie von Tucson her kommen, wo sie drei Monate im Rincon verbrachten, oder wo wir vor 2 Jahren für zwei Wochen einen herzigen Bungalow mit eigener Palme mieteten. Ach, ist die Welt klein! Wir reichen uns die Hand zum Abschied, glücklich, immer wieder so nette Menschen kennen lernen zu dürfen.
Nun fallen mir beim schreiben beinahe die Augen zu. Gute Nacht Freunde, hoffe diese Nacht besser schlafen zu können! [TOP]

Sonntag, 1. April 2012 :: Weatherford(Oklahoma)->Amarillo(Texas) [Bilder]

Wir sind in Texas! Das ist kein Aprilscherz!
Mega weite Landstriche, darauf weidende Kühe und Pferde! Wir verlassen die Autobahn, die auch am Sonntag stark befahren ist mit vorüber rasenden Lastwagen und gondeln weiter auf der Route 66. Herrliche Sommertemperaturen, 32 °C, laden in Shamrock, Texas, zum Auskundschaften ein. Das Städtchen scheint in den Dreissigerjahren in einen Dornröschenschlaf gefallen zu sein. Noch heute erinnern Tankstellen und antike Strassenfronten an eine Zeit, in der die Siedler aus dem mittleren Westen, weil sie am Hungertuch nagten, auf dieser Route in den Staat Kalifornien zogen. Für Motorradfahrer ist die Route 66 zum Eldorado geworden. Der Traum vieler ist es einmal mit einer Harley Davidson, wie Easy Rider, über diese Strasse zu brettern.
 Beim Mittagessen auf einem grossen Parkplatz spürt man ebenfalls, dass man bei den Cowboys gelandet ist! Neben uns steht ein Pferdetrailer mit wunderschönen Pferden, die mit Sattel und allem drum und dran ausgerüstet sind.
Beim Wegweiser ins Städtchen Pampa, erkennen wir erst so richtig, wie der Name auf diese Gegend zutrifft. Ebenen so weit das Auge reicht. Rote, trockene Erde. Hier fühlen wir uns zu Hause.
Der KOA Campingplatz in Amarillo ist wunderschön. Ein herrlich warmer Wind bei nur 7% Luftfeuchtigkeit empfängt uns und wir geniessen den Nachmittag bei offener Türe. Im böigen Wind schaukeln wir wie ein Schiff im Wasser. Rund um uns weilen alle in ihren eisgekühlten, klimatisierten Campern. Abends, bevor die Sonne untergeht, wird es Windstill. Eine Katze mit einem Glöcklein am Hals stattet uns miauend einen Besuch ab.
Wir haben Deutsche Nachbarn bekommen. Ist aber zu keinem Gespräch gekommen. Ja wir Europäer sind da ein wenig anders als die Amerikaner. Ist auch gut so.
Nun ist es dunkel geworden. Auf dem Platz ist alles still. Ist wieder ein eindrucksvoller Tag gewesen, dieser 1. April. [TOP]

Montag, 2. April 2012 :: Amarillo(Texas)->Santa Rosa(New Mexico) [Bilder]

Was ist das für ein lautes Dröhnen und Tuten mitten im Schlaf? Das kann nur der ellenlange Zug sein, der in der Nähe des Platzes vorbeisaust. Ich stelle mir im Halbschlaf vor, wie meine zwei Tanten, die in jungen Jahren nach St. Louis ausgewandert sind, mit dem Zug durch die weite Landschaft gereist sind. Muss eine abenteuerliche Zeit gewesen sein. Ich träume weiter von Indianern und Cowboys, bis das Tageslicht mich weckt.
Hier wird es später hell als in Alma.
Bei 8°C verlassen wir morgens gegen 9 Uhr den RV Park.
Die Route 66 schlängelt sich entlang der Autobahn. Es ist einfach, von der breiten Schnellstrasse auf die enge Nebenstrasse zu gelangen, darum fahren wir ab und zu durch eines der kleinen Orte, die wie schon gestern mit altertümlichen Gebäuden und Geräten übersät sind.
Einige Farmer überqueren die Autobahn, um zu ihren gigantischen Anwesen zu gelangen, wo ihre Rinder friedlich die weiten Flächen abgrasen. Anders ergeht es den armen, unzähligen Tieren, die auf kleinstem Raum eingepfercht sind. Der Gestank in der Nähe dieser Zuchtfarmen lässt erahnen, wie diese Rinder gehalten werden. Ich darf kaum daran denken!
Endlich überqueren wir die Grenze nach New Mexico!
Yuccas soweit das Auge reicht. Die weiten Ebenen werden nun von Canyons abgelöst. Der Zug auf der Santa Fé Linie kommt geradewegs auf uns zu, auf Schienen natürlich, was habt ihr denn gedacht?
Vor uns braut sich etwas zusammen. Werden wir wohl nass werden? Aber nein!
Gegen 14 Uhr treffen wir bei herrlichem Sonnenschein in Santa Rosa ein, das 1400 Meter über Meer liegt.
An der Rezeption im Santa Rosa RV Park empfängt uns eine aufgestellte Frau, die einst in Lion studierte und immer noch einige Brocken Französisch spricht. Sie empfiehlt uns das zum Campground gehörende Restaurant, in dem sie persönlich kocht.
Das war die gute Nachricht, die schlechte war, dass es in der Nacht minus 5 °C werden würde! Holdrio!
Ich schreibe jetzt, um 15 Uhr Ortszeit, in T- Shirt und kurzen Hosen im Tagebuch und kann mir kaum vorstellen, dass ich morgen in wolligen Hosen daran weiter schreiben werde. Oder doch?
Lassen wir uns überraschen. Ach, habe noch was vergessen! Da sahen wir heute doch tatsächlich einen Mann vollgepackt mit Zelt und weiss ich was alles mehr auf dem Rücken, am Rande der Autobahn in Richtung New Mexico wandern. Ein Zweiter schob einen Veloanhänger für Kinder, einen wie wir ihn in Europa kennen, auf dem Pannenstreifen vor sich her. Ja, ja, Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten! [TOP]
 

Dienstag, 3. April 2012 :: Santa Rosa(New Mexico)->Alamogordo(New Mexico) [Bilder]

Eisige Temperaturen treiben uns zur Eile an. Ein kurzes Frühstück und schon fahren wir gemütlich auf der NV-54 South durch die steppenartige Hochebene New Mexikos.
Auf 1950 müM kommen wir in ein Schneegestöber! Die ansonsten staubtrockene Gegend trägt heute ein schneeweisses Kleid. Auf 2060 müM ruht sogar ein Städtchen im tiefsten Winter. Windig und kühl draussen! OK! So hatten wie diesen Staat nicht in Erinnerung!
Endlich erblicken wir die Ebene vor uns, in der Sonne bringt das dunkle Grün besonders hervor. Wir verlassen die Hauptstrasse, um White Oaks, einer Geisterstadt in den Jicarilla Mountains, einen Besuch abzustatten. William Bonney, genannt [Billy the Kid, hat sich um 1880 hier herumgetrieben. Wolken, die sich hier oben in den Bergen ansammeln, lassen den kleinen Ort eher düster erscheinen. Diese Ruhe hier oben ist unbeschreiblich! Überrascht hören wir in diese Stille hinein. Wann haben wie zuletzt so etwas Wunderbares erlebt?
Einige ehemals vornehme Häuser erinnern an die glorreiche Zeit des Gold-Rushs. Weiter sehen wir einige alte, zerfallene Hütten zwischen bewohnten, niedlichen Häuschen. Der Platz der den Veteranen aus den Kriegen gewidmet ist, zieht ebenfalls unsere Aufmerksamkeit auf sich, denn er ist mit Liebe gestaltet worden.
Später, kurz vor Alamogordo, schleppen vier Lokomotiven 104 Wagen hinter sich her auf ihrem dem Weg gegen Norden.
Was ist denn das dort am Horizont? Ein Salzsee?
Ach Werni! Das ist ja White Sands, wo wir im 2007 schworen, das nächste Mal in einen Wohnmobil hier zu erscheinen. Juhui, hier sind wir! Morgen werde ich dort, wie damals abgemacht, Spaghetti kochen!
Aber jetzt lenken wir unseren fahrbaren Untersatz zum Walmart, wo wir alles finden, was wir suchen. Ostersachen erinnern uns, dass in weinigen Tagen der Osterhase vorbei kommt. Wo er wohl dieses Jahr die Eier versteckt?
Der RV Roadrunner Campground, auf Platz 33, neben einer Schweizerfamilie, fühlen wir uns sogleich zu Hause. Ein Aperitif in Flipflops draussen, lassen die Kälte der vergangenen Stunden völlig vergessen. [TOP]

Mittwoch, 4. April 2012 :: Alamogordo | White Sands National Monument [Bilder]

White Sands wir kommen!
Als erstes begehen wir bei ca. 29°C einen kurzen Trail durch diese faszinierende Gipslandschaft. Ohne Sonnenbrille, Sonnenhut und einer Flasche Wasser geht gar nichts!
Wir suchen nach Kitfoxspuren, sehen aber nur einige Abdrücke von Käfern und Eidechsen.
Auch hier hat der Frühling Einzug gehalten. Feine grüne Blättchen zieren die Bäume und Sträucher in den trockenen Dünen. Wir setzten uns gemütlich unter einen rot blühenden Baum. Ein Bienenschwarm verrichtet über unseren Köpfen emsig seine Arbeit. Ansonsten Stille!
Auf dem Rückweg treffen wir einige junge Leute, die barfuss wandern. Wir haben unsere schweren Schuhe an, da hier neben Känguruhratten, Füchsen, Eidechsen, Käfern, auch Schlangen zu Hause sind.
Später schnippeln wir im Schatten des runden Blechdachs bei der Picnic-Area die Zutaten unsere langersehnten Spaghetti. Der Magen knurrt heftig und schon bald steht der Topf mit den leckeren Teigwaren vor uns auf dem Tisch. Mmmmh! Wie das schmeckt! Einige neugierige Blicke der vorbeifahrenden Touristen bringen uns zum Schmunzeln.
Bevor wir nach Alamogordo zurück fahren, drehen wir nochmals eine Runde auf den weissen Hügeln, wo Gross und Klein auf dem Po oder Plastikuntersatz hinab rutschen. Ein Riesengaudi!
Ein Mexikaner gräbt sogar seine Angetraute in die weisse, flockige Masse. Würde einem nicht der Schweiss vor Hitze in den Augen brennen, würde man wirklich denken, es würde sich hier um Schnee handeln.
Ein Tag wie im Märchen geht vorbei. Danke für alle die lieben Glückwünsche die ich erhalten habe! [TOP]

Donnerstag, 5. April 2012 :: Alamogordo | Three Rivers Petroglyph Site [Bilder]

Ein sonniger Tag mit 29° ist angekündigt.
Schleierwolken bedecken den Himmel, also der richtige Tag für den Three Rivers Petroglyph-Trail.

Mittags 12 Uhr. Stundenlang krakseln wir neugierig zwischen den Lavasteinen herum, auf der Pirsch nach den 21’000 Petroglyphen, die von den Ureinwohnern in die Felsbrocken gehauen wurden. Wir sind so richtig im Element, vergessen vollkommen die Zeit. Gut haben wir wenigstens eine kleine Flasche Wasser und die Hüte mitgenommen. In der Zwischenzeit ist es mindestens 30°C geworden. Hungrig und durstig kehren wir mit den wichtigsten „Zeichen“ in der Kamera zurück ins Wohnmobil. Es ist 15 Uhr!
Eine Büchse Ravioli wird gewärmt, um sie sogleich im Heisshunger zu vertilgen. Mindestens fünf Becher Wasser löschen allmählich den Durst.
Während andere unter dem Sonnendach ausharren bis es kühler wird, begehen wir neu gestärkt den kurzen Trail auf der anderen Strassenseite.
Die Menschen, die hier damals in einem runden Erdloch hausten, wussten, wo es schön ist! In der Nähe wachsen hohe Laubbäume am Fluss, mitten in der staubtrockenen Wüste. Stille! Rot blühende Kakteen! Stille!
Weiter vorne treffen wir auf ein eckiges Gebäude mit vier Pfosten, die das Dach trugen. Dann sehen wir ein grösseres Gebäude, in dem jede Familie einen Raum bewohnte. Möbel hatten sie keine. Nicht einmal einen Fernseher!! Scherz beiseite. Geschlafen wurde auf am Boden ausgebreiteten Matten. Diese Menschen haben hier von 1000 bis 1400 n. Chr. gelebt. Hügel bedecken einen weiteren grossen Teil der Anlage, darunter ist ein Dorf begraben. Um es dauerhaft zu schützen, wird es nicht ausgegraben. Wie frei müssen diese Menschen gewesen sein, ohne Wohnungseinrichtungen, Autos und weiss ich was für einen Plunder? [TOP]

Karfreitag, 6. April 2012 :: Alamogordo(New Mexico) || Unser Wetter

Den Karfreitagmorgen verbringen wir gemütlich draussen vor dem Camper. Mittags wird es uns dann doch zu warm und wir verziehen uns in unser schattiges Stübchen. Erst beim herumblättern in unserer Hompage, wird uns so richtig bewusst, wie viel wir schon erlebt haben. Nun müssen wir doch noch einige herzige Ostersachen posten!
Interessant ist, dass praktisch alle Läden offen haben, auch über Ostern.
Zwei Schoggihasen und Marshmellos, ebenfalls in Hasenform, sprechen uns in den vielen bunten Süssigkeiten an. Sie wandern mit Kohle für den Grill, der hier praktisch bei jedem RV Platz dabei ist, in den Einkaufskorb. Gefärbte Eier kennt man hier anscheinend nicht. Schade! Gibt’s halt weisse zum „tütschen“!
Abends essen wir draussen so richtig Mexikanisch, hier in New Mexico bekomme ich alle Zutaten, die ich kenne. Chilis in allen Schärfen, kleine grüne Tomaten, damit bereitet man Salsa verde zu, weisch wia guat! Wenn ihr Rezepte braucht: in meinem Buch sind sie zu finden! [TOP]

Samstag, 7. April 2012 :: Alamogordo(New Mexico)

Der Himmel ist bewölkt. Ein Tag zum Wäsche waschen!
Bei den Waschmaschinen herrscht Hochbetrieb!
Wir ergattern uns eine Maschine und für fünf Quarters kann’s losgehen. Tumblern kostet einen Dollar. Es sind scheinbar eher neue Maschinen, trotzdem muss man oben einfüllen, wie bei uns vor zig Jahren. Ich treffe eine Holländerin, die alle restlichen Maschinen für sich beansprucht. Sie sei mit ihrem Mann, einer 4 jährigen Tochter und einem Baby hier. Das erklärt alles!
Mittags grillieren wir draussen das Fleisch, das ich gestern mariniert habe. Es schmeckt ausgezeichnet, wie im Churrasco, oder fast!
Am Nachmittag färben wir trotz drückender Hitze Ostereier wie zu Grossmutters Zeiten mit Zwiebelschalen. Not macht erfinderisch! Nun kann der Osterhase kommen!
Jetzt ist schon wieder halb sechs, ihr schlaft sicher alle, denn es ist längst Mitternacht gewesen, wie wir in der DRS-Nachtwelle vernehmen. Wir werden auf unserem grossen Steintisch draussen ein kleines Nachtessen genehmigen, denn die Sonne zeigt sich wieder. [TOP]

Ostersonntag, 8. April 2012 :: White Sands

Frohe Ostern!
Zeitig fahren wir gegen Süden und treffen vor dem grossen Ansturm in White Sands ein.
Hinter jeder Kurve lauert ein Sheriff.
Mit gutem Gewissen parkieren wir unseren RV und wandern dann den steilen, weissen Hügel hinauf. Ausser leisem Wind herrscht Stille. Es ist angenehm, Ostern in vollkommener Abgeschiedenheit zu Feiern. Da! Eine Krabbelspur von einem Käfer, daneben ist vor Kurzem eine Känguruhmaus über das weisse Feld gehüpft. Bei einem Busch glauben wir im Parfumerieladen gelandet zu sein, denn die gelben Blüten duften sehr stark. Alle meine Sinne sind rege, während ich diese Stimmung in mir aufsauge.
„Gell Werni, eines Tages kommen wir wieder!“ In dieser Gewissheit verlassen wir diesen speziellen Ort.
Beim verlassen des Parks kommen uns viele Autos entgegen, denn in White Sands ist es für Jung und Alt amüsant.
Um die grösste Pistazie der Welt zu sehen, müssen wir an Alamogordo vorbei bis Tularosa fahren. Im kleinen Laden kaufen Touristen aus aller Welt Sackweise von diesen schmackhaften Nüssen, die nebenan auf den feinen halbstämmigen Bäumchen im Sommer reifen werden. Hier gedeihen ebenfalls Weintrauben, der Wein soll gut sein. Wir schauen uns alles genau an und fahren dann hungrig zum RV Roadrunner zurück, wo wir kurz später ein Osterzmittag vertilgen. Süüüsse Mashmellos in Hasenform gibt’s zum Dessert.
Es ist heiss geworden, wir kühlen mit der Klimaanlage und chillen. Morgen geht es weiter, also wollen wir fit sein. [TOP]

Ostermontag, 9. April 2012 :: Alamogordo(New Mexico)-> Santa Fé

Die Strecke bis Santa Fé ist kurzweilig. Was denkt wohl der Roadrunner, der in grossen Schritten vor dem Wohnmobil die Strasse überquert? Einige Kilometer weiter, steht ein Hirsch grasend am Strassenrand. Ab und zu sehen wir Kuhherden weiden. Mama, Papa, Kinder und die ganze Verwandtschaft, allesamt schwarz, streifen zufrieden durch die hohen, gelben Gräser. Keinem Tier wurden die Hörner entfernt! Warum kann das in Europa nicht auch so sein?
Wo es vor einigen Tagen noch kalt war und schneite, ist es nun wärmer geworden.
Wir geniessen den Anblick der verschneiten Rocky Mountains, bei der Einfahrt in Santa Fé.
Blieben wir auf der ganzen Strecke trocken, werden wir bei strömendem Regen von einer Frau des Trailer Ranch RV Resorts auf unseren Platz eingewiesen.
Unsere Freude wächst, als die Sonne kurz darauf den Gehsteig trocknet, der uns zum Albertson’s führt. Mit einem heissen Poulet in der Einkaufstasche wandern wir die wenigen Meter zurück, an weissem und lila Flieder vorbei, wo wir genüsslich im Wohnmobil speisen. [TOP]

Dienstag, 10. April 2012 [Bilder]

Zwei Minuten vom RV Platz entfernt ist eine Bushaltestelle. Im 15 Minutentakt kann man für nur zwei Dollar (gültig für einen Tag) ins Stadtzentrum fahren. So lässig! Jeder Fahrgast wird vom Chauffer freundlich begrüsst, während sich beim Aussteigen ein Jeder bei ihm bedankt.
Santa Fe besteht fast ausschliesslich aus Adobebauten, wie sie einst die Pueblo-Indianer erstellten. Unter den Arkaden des Gouverneurpalastes verkaufen Indianer und Mexikaner wunderschönen Schmuck, der meist von Hand angefertigt wurde.
Es gibt Unmengen an Fussgängerstreifen und die Autofahrer halten immer sehr zuvorkommend an.
Überall laden kleine Läden zum shoppen ein. Bei herrlichem Sonnenschein flanieren wir die Gassen hinauf und hinunter. Vor der Kathedrale steht eine wunderbare, grosse Statue einer Indianerin. Wir können uns kaum davon lösen. Im Innern der Kirche stehen Vasen, gefüllt mit weissen Hortensien und Lilien. Dieser ruhige Ort vermittelt Zuversicht.
In einer anderen, kleineren Kirche, die von Indianern bemalt wurde, steht eine altertümliche Glocke. Am Holz an dem sie befestigt ist, hängen unzählige Milagros. (Wunder) Ein Mexikanischer Brauch, den ich in meinem Buch ausführlich beschrieben habe.
Das Essen beim Mexikaner, ein wenig später, katapultierte mich nochmals in die Zeit von Orizaba zurück! Die Tacos sind wie sie sein müssen, scharf und guut!
Werni geniesst es ebenfalls!
Die Siesta machen wir beim Zoccalo, dem Platz vor dem Gouverneurpalast. Was mir dabei alles auffällt:
Da sitzt in nächster Nähe ein Trapper auf einer Bank. Auf seinem grosskrempigen Hut thront ein buschiger Fuchsschwanz!
Vier Punks, barfuss, umringt von Hunden.
Der filmreife Postbote im Afrikanlook, mit wehendem, langem Haar, er lächelt als er unsere erstaunten Blicke sieht. Dabei kommt mir der Pöstler daheim, mit dem gelben Töffli in den Sinn.
Junge Skater dröhnen sich auf einer kleinen Wiese unter einem weiss blühenden Baum die Birne voll!
Ein Pärchen schleppt ihr Hab und Gut auf ein Velo geschnürt, mit sich. Ein sehr elegant gekleideter Herr gibt einem Bettler eine Zigarette, die dieser hinters Ohr steckt und weiter bettelt. Ein Fräulein probiert ihren fünf Monate alten Hund zu dressieren, was ein schweres Unterfangen scheint. Zwei blonde Touristinnen lassen sich beim Obelisken von ihrem Begleiter fotografieren. Beide strahlen in die Kamera.
Mittendrin sitzen wir zwei Sommerfrischler. Satt und gut gelaunt geniessen diesen speziellen Platz in Santa Fe, wo alt und jung, Indianer, Mexikaner oder Weisse in Frieden miteinander auskommen. Was für eine lässige Stadt!.
Noch einen letzten Blick einige vereinzelte Gassen und dann haben wir genug.
Bus Nummer 2 bringt und sicher zum Wohnmobil zurück. Thank you, Sir!
„Was für ein lässiger Tag, gell Werni!“ [TOP]

Mittwoch, 11. April 2012

Wieder einmal ziehen uns Anasaziruinen an, nicht weit von Santa Fe steigen wir einen schmalen Pfad hinauf. Zwischen Lavasteinen und Pinien hoffen wir, keinem Bären zu begegnen. Die Inhaberin des kleinen Ladens am Anfang des Trails sagte, sie habe seit dem Waldbrand vor einigen Jahren keinen mehr in der Gegend gesehen. Hoffen wir, dass sie recht hat. Auf den zwei Aussichtspunkten gucken wir weit in die Ferne und entdecken dabei die runde Kiwa der Poshuouhinge Ruins, der Rest der grossen Stadt ist leider noch von Erde bedeckt. Erdhörnchen springen flink von einem Bau zum anderen. Die Menschen haben im 14. Jahrhundert n. Chr. zirka 100 Jahre hier gelebt, also gar nicht so lange her. Ganz in der Nähe fliesst der Rio Grande vorbei. Auch hier kommt erneut die Frage auf, warum haben die Anasazis diesen herrlichen Ort verlassen. Forscher meinen, es sei wegen einer schlimmen Dürre gewesen.
Wir lassen eine Weile unsere Blicke über diese Stätte schweifen, bevor wir den Rückweg antreten. Bären haben wir tatsächlich keinen gesehen!
Bei der Suche nach den Puye Cliff Dwellings haben wir weniger Glück! Nicht dass uns ein Grizzly begegnet wäre, sondern, weil wir uns total verfahren haben. 8 Kilometer Rillen von Lastwagen, Staub, eine ungute Gegend und keine Menschenseele ausser uns. Die Abzweigung, die das GPS anzeigte, führte auf einen Feldweg! Proscht Nägeli!
Wir wurden so richtig durchgeschüttelt, das hat keinen Spass gemacht! Der Rückweg war nicht besser!
Etwas weniger euphorisch peilen wir den Parkplatz von Puye an. Eine Navajo drückt uns einen Flyer in die Hand. Um die ganze Ausgrabung zu besichtigen, plus Führer, bezahlt man pro Person 35 Dollar. Schwarze Gewitterwolken künden Regen an. Und ausserdem ist das zu teuer! Erst später erfahren wir, dass man für 7 Dollar einen Teil der Ruinen besuchen könnte. Aber wir sind dann schon auf dem Weg zum Rancheros de Santa Fe Campground. Regen! Die Frau bei der Rezeption ist sehr freundlich, auch ihre Kolleginnen sind nett. Bald scheint die Sonne wieder und wir stehen auf einem schönen Platz, mitten in einem Thujawäldchen. Wasser für Kaffee und Tee wird aufgesetzt, so sind die letzten Stunden rasch vergessen. [TOP]

Donnerstag, 12. April 2012

Ein kühler, regnerischer Tag in Santa Fe. Morgen geht’s weiter, bis Albuquerque. [TOP]

Freitag, 13. April 2012 [Bilder]

Pecos Pueblo ist unser Ziel. Eine wunderschöne Ausgrabung der Pueblo Indianer erwartet uns. Stille, nur der Wind uns wir! Manchmal zirpt eine Grille. Ein grosser Käfer kreuzt unseren Weg. Von bis Ende des 18. Jahrhunderts haben die Pecos auf diesem Gebirgskamm gelebt. Pecos heisst der Ort wo es Wasser gibt“. In ihrer Blütezeit war Pecos eine florierende Stadt. Es war ein Marktort für Prärie-Apachen, die ihre Tipis in der Nähe auf dem Feld aufschlugen.
Im Herbst 1540 begrüsste das Pueblo eine spanische Expedition mit Trommelklang und Flöten aus Vogelknochen. Die Spanier sagten, dass ihr König die Indianer zu seinen Untertanen zählen wolle und sie den Gott der Christen kennenlernen sollen. Von da an änderte sich das Leben der Pecos für immer. Wen erstaunt das, wenn man die gigantische Kirche mit den Glockentürmen und das angrenzende Kloster neben den einfachen Bauten der Pecos sieht.
Was gab den Spaniern das Recht mit ihren Geistlichen im Schlepptau hier erschienen, um diese Menschen, deren Lebensweise exakt der Natur angepasst war, zu Christen umzuerziehen? Diese Frage kann sich jeder selber beantworten. Mich macht es einfach nur traurig!
Wir verbringen spannende drei Stunden auf dem gut hergerichteten Trail, der zum Pecos Pueblo führt, bevor wir eine Suppe im Camper „schlürfen“.
Ein Mann steigt von seinem schönen blauen Motorrad mit Anhänger. Sofort wir das spezielle Fahrzeug von allen Seiten bewundert auch uns gefällt es.
An Santa Fe vorbei, geht unsere Reise weiter bis Bernalillo, nördlich von Albuquerque, wo wir einen schönen KOA Platz finden, wo wir uns sofort wohl fühlen.
War es doch noch gerade in Santa Fe zum frieren kalt, scheint hier die Sonne und wir können draussen unseren Zvieri nehmen. So haben wir den Freitag den 13. ohne Schaden überstanden. Danke! [TOP]

Samstag, 14. April 2012 [Bilder]

Happy Birthday mein Schatz!
Im Kulturzentrum der Pueblo Indianer tanzen um 11 Uhr Leute vom Acoma-Stamm. Auch heute geht mir das Herz über, wenn die Trommeln und die typischen Indianer-Gesänge ertönen. In der Pause schlendere ich an einem Stand vorbei, wo zwei Acoma-Frauen schönen, handgefertigten Schmuck verkaufen. Wir kommen schnell ins Gespräch und die Beiden wollen wissen, wie Schweizer Geld aussieht. Ich schenke der jüngeren einen 2-Fränkler, den ich von Werni „stibitze“, der nun ebenfalls neben mir steht. Wir kaufen Ohrringe und sage den Frauen, wie sich unsere Lieben Zuhause darüber freuen würden. Sie sind hoch erfreut darüber. Die Jüngere nimmt mich zum Abschied in den Arm, dann tauschen wir Adressen aus. Nochmals eine liebevolle Umarmung. Im Restaurant neben dem Museum, essen wir Indianisch/Mexikanisch, schmeckt mega guat! Bei einem heftigen Sandsturm fahren wir zurück zum RV in Bernalillo. Die trockene Erde wirbelt in die Luft herum, alles sieht trüb aus, fast unheimlich. Ungewohnt für uns.
Später lese ich gemütlich in einem Buch, bin so richtig auf „schlecht Wetter“ eingestellt, da kommt die Sonne wieder hervor. Ich lese trotzdem weiter. In Gedanken bin ich bei den Indianern, denn heute hat mich eine richtige Indianerin umarmt! So cool! [TOP]

Sonntag, 15. April 2012

Wir bleiben in Bernalillo auf dem KOA Campingplatz bis morgen. Es ist kalt geworden. Gut können wir mit Gas heizen.
Im Winter-Cafe gibt es Frühstück. Luftige Pancakes mit Butter und Ahornsirup werden vom Platzwart spendiert! Thank you!
Am Nebentisch hören wir ein Deutsches Paar sprechen. Bevor wir darauf reagieren, erhebt sich ein altes Männchen wie ein Pfeil von seinem Stuhl und peilt deren Tisch an. „Ich bin 1937, als 5 jähriger aus Darmstadt hierher ausgewandert.“ Sagt er ohne ausschweifen auf Deutsch. „Können sie sich noch an ihre alte Heimat erinnern?“ Fragt die Frau neugierig. Doch der kleine Mann schüttelt etwas betrübt den Kopf!“ „Ist wohl zu lange her!“ Grüssend verlässt er mit seiner Gattin den Speisenraum. „Es ist kalt!“ Spreche ich nun die Deutsche an. „Ja, wir müssen uns im Zwiebel-System kleiden, da wir keine warmen Sachen dabei haben“, sagt die Arme schlotternd. „Wir sind gestern bei Schneetreiben von Santa Fe abgereist“, erzählt ihr Mann schlecht gelaunt. „Der Wind, der immer wieder von einer anderen Seite kam, hat die Reise mit dem Camper unglaublich erschwert.“
Da haben wir ja noch Glück gehabt!
Wir unterhalten uns angeregt weiter, bis ihr Frühstück serviert wird. Dann ziehen wir uns ins warme Stübchen zurück. Werni plant die Weiterreise und ich koche einen Eintopf mit viiiiel Gemüse und Fleisch. [TOP]

Montag, 16. April 2012

Meine Augen gleiten über die weite, trocken Ebene von Mountainair, die sich vor unserem Frontfenster erstreckt. Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende. Wir fahren durch eine Gegend, die dem Jura sehr ähnelt. Doch statt Pferden mit Glocken, sieht man ab und zu einige schwarze Kühe grasen. Immer wieder stehen Häuser leer. Einige sind nur noch Ruinen, wie kann das sein?
Mittags betreten wir neugierig die Quarai Ruins, die nördlichste der drei Salinas Pueblo Missions National Monument. Die roten Steine der Kirche, besser gesagt, was davon übrig geblieben ist, leuchten unter dem blauen Himmel. Der Trail Guide führt uns in das grosszügige Gotteshaus und die umliegenden, kleinen, aus Steinen erbauten Umrisse der einstigen Mission. Am nahen Fluss blühen weisse und gelbe Büsche, die Luft ist erfüllt von Bienengesumme. Der Duft, der von den Blüten ausgeht, betäubt einen fast.
Was mich erstaunt, dass mitten in den Christlichen Gebäuden einige Kivas der Indianer Platz fanden. Finde ich schön!
Obwohl wir normalerweise eher auf den Spuren der Anasazi sind, finden wir auch diese Stätten ihrer Nachfahren interessant.
Im Camper vor dem Visitors Center zaubere ich ein Mittagessen auf den Tisch, dann fahren wir weiter, zur Zweiten, der Abo Ruine.
Der Ranger bekommt leuchtende Augen als er erfährt, dass wir Schweizer sind. „Mein Grossvater war aus Sumiswald. Ich bin einst in meiner Kindheit da gewesen, kann mich aber an nichts mehr erinnern!“ Werni zeichnet ihm die Umrisse unserer kleinen Heimat und markiert die wichtigsten Orte und Seen. Der gute Mann steckt die Skizze voller Freude ein: „Als Erinnerung!“ Wir reichen einander die Hand, dann gehen wir den Trail ab, der uns ebenfalls zu einer gigantischen Kirchenruine führt. Abo ist ein Stück grösser als Quarai und ebenso aufschlussreich. Im Bachbett sieht man eine Treppe aus grossen Platten, wo einst die Frauen ihre Wasservorräte auffüllten. Unter einem steht ein einlandendes Parkbänklein. Gerade will ich mit setzen, da schaut mich eine dicke Eidechse von unten an. Ich springe zur Seite, will jedoch wissen, ob sie sich verkriecht, wenn ich mich nähere. Denkste, das kleine Biest kehrt sich und bläst zum Angriff! Holdrio! Ich überlasse es Werni, das freche Ding zu fotografieren. Wenn die Klapperschlangen, vor denen man hier gewarnt wird, den Eidechsen ähnlich sind, dann Proscht Nägeli! Etwas vorsichtiger laufe ich zur nächsten Ausgrabung. Am Ende der Trails stehen einige Ruinen, die um 1815 von Spaniern gebaut wurden, die aber von den Apachen schnell wieder vertrieben wurden.
Für heute haben wir genug rote Steine gesehen. Im Family Dollar, eine Art Konsum, ergänzen wir unseren Wasservorrat, bevor wir, wie schon gesagt auf dem RV-Park von Mountainair landen.
Die Sonne scheint warm und wir lassen bei einem grossen Glas Wasser (das sei besser für uns als Alkohol, wie der Verkäufer uns sagte) den Tag Revue passieren. Nebenan rattert der Zug vorbei. [TOP]

Dienstag, 17. April 2012 [Bilder]

Unsere Fahrt von Mountainair bis „Salinas Pueblo Mission Gran Quivira“ führt erneut durch endlose Ebenen. Kein Mensch weit und breit, nur wir zwei schaukeln über Stock und Stein in die grösste der drei Salinas Pueblos hinauf. Diese Ausgrabungstätte wird auch hier von der gewaltigen Ruine einer Kirche beherrscht.
Vor 1200 Jahren befanden sich hier Pithouses, die sich mit der Zeit zu einer lebhaften Stadt mit mehr als 20 Steinhäuserblocks, mit 1500-2000 Einwohnern entwickelte. Sie wurde allmählich zum wichtigen Handelszentrum vor und nach der Ankunft der Spanier. 900 Jahre war dieser Ort besiedelt. Ab 1598 mussten sich diese Menschen, die mit der Natur lebten, der Katholischen Kirche unterwerfen. Am 4. April 1627 wehrte sich ein Indianer-Häuptling gegen den Franziskaner-Mönch, indem er ihm sagte: „Ihr Spanier und Christen müsst verrückt sein! Und ihr lebt wie Verrückte! Und ihr wollt uns lernen auch so verrückt zu werden wie ihr!“ Anfänglich wurden die Rituale der Ureinwohner in ihren Kivas bis 1670 geduldet. Dann wurde die Schraube von den Geistlichen angezogen. Von nun an mussten die Pueblo-Indianer ihre Rituale im Verborgenen ausführen, die meisten fanden unterirdisch statt.
Heute sieht man nur noch graue, verwinkelte Steinmauern vom Konvent, umringt von Steinhaufen, die auf das damalige Pueblo hinweisen. Die Überreste der Einen der beiden Kirchen, sind noch recht gut erhalten. Dieser imposante Bau ruht nun friedlich unter dem stahlblauen Himmel New Mexicos. Ab und an fliegt ein Adler darüber hinweg. Nur in der Fantasie kann man sich vorstellen, wie hier das Leben einst pulsierte.
In der Zwischenzeit ist bereits 18 Uhr vorbei. Das Nachtessen werden wir erneut draussen in der Sonne von Bernalillo geniessen, denn wir sind heute über 240 Kilometer zurück Richtung Albuquerque gefahren. [TOP]

Mittwoch, 18. April 2012 Das andere Las Vegas [Bilder]

Wir sind statt in den Chaco Canyon nach Las Vegas in New Mexico gereist, nicht zu verwechseln mit Las Vegas in Nevada! Es ist so schön, einfach das zu tun, was gerade Spass macht. Heute Morgen vor dem Frühstück ist uns klar geworden, dass wir das Pueblo Bonito auslassen, da wir es schon drei Mal in den letzten Jahren besucht haben.
Im Walmart beim Einkaufen wussten wir dann sicher, unser Weg führt heute an Santa Fe vorbei in die Berge hinauf auf über 2000 Meter in das historische Städtchen Las Vegas, das vor etwa 150 Jahren ein wichtiger Handelsplatz am Santa Fe Trail war, der hier vorbei führte. Man sieht noch jetzt in den schmucken, meist jedoch leeren Häusern, dass hier einst die Cowboys herrschten.
Eine einheimische Frau erklärte uns, auf der einen Seite des Flusses sei, als 1880 die Eisenbahn die Stadt erreichte, das neue Las Vegas entstanden. Auf der anderen Seite sei die kleine Wildwest-Stadt erhalten geblieben.
Bei angenehmer Temperatur gehen wir an einer Schule vorbei, die bereits 1887 gegründet wurde. Ein grosser Park umgibt das elegante Gebäude. Beim näheren Hinsehen entdecken wir, dass die grosse Rasenfläche künstlich ist. Ausserhalb des Areals wächst nämlich kein Grashalm, bei dieser Trockenheit! Keine schlechte Idee!
Dieser Ort scheint von Motorradfahrern belagert zu sein. Die unterschiedlichsten Maschinen stehen überall verteilt und durch die breiten Strassen brausen die Easy Riders mit ihren schönen Maschinen knatternd an uns vorbei. Cool!
Müde und durstig verlassen wir Las Vegas zwei Stunden später, zum KOA RV-Park. Soeben habe ich einen Hasen draussen vorbei hoppeln sehen. Nebenan sehe ich eine Frau lesend auf einer hölzernen Schaukel vor dem kleinen Chalet, das man hier mieten kann. Wir geniessen den warmen Abend bei offener Türe und Radio DRS aus dem Internet. [TOP]

Donnerstag, 19. April 2012 Von Las Vegas nach Colorado City

Liebe Nikie, zum Geburtstag alles Gute!
Beim Nachbarn sitzt ein winziges Häslein, am liebsten würde ich den süssen Kerl mitnehmen, denn wir fahren weiter auf der I-25 Nord. Trockene Ebenen, so weit das Auge reicht,  wie wir sie von den vergangenen Tagen kennen. „Sieh da!“ Auf dem Pannenstreifen fährt ein junges Pärchen auf Velos. Der kleine Anhänger ist etwas überladen. Dasselbe Bild haben wir doch vor einiger Zeit auch gesehen. Sind die am Ende schneller als wir? Nach einer heftigen Diskussion, ob das in der Schweiz gestattet wäre, erspähen wir ein gelbes Schild, darauf ein Velo abgebildet am Strassenrand. Also doch! Hier im Land der unbegrenzten Möglichkeiten darf man das! Nicht schlecht!
Über den Raton-Pass auf 2'350 müM schleichen die riesigen Lastwagen.
(Sorry, muss schnell raus, und das Schreiben unterbrechen, denn am Himmel ist ein wunderbarer Regenbogen zu sehen! Ein Traum!)

Regenbogen
grosses Bild, 98 kB]


Also wo war ich stehen geblieben? Ach ja, oben auf der Passhöhe, wir haben New Mexico bereits verlassen, sehen wir ein Schild, das einen [Bären zeigt. Die dürfen demnach auch! Kleiner Spass!
In Colorado sieht man sehr schnell, das man durch einen reicheren Staat fährt. Elegante Häuser, wo man hinschaut. Davor grüne Rasenflächen und blühende Sträucher. Dann weite saftige Weiden, wo Cowboys ihre Stetsons schwingen, während sie Rinderherden vor sich her treiben. Wilder Westen wir kommen!
Der Himmel verdüstert sich immer mehr. Rund herum schwarze Regenwolken. Die ersten Tropfen fallen. Trotzdem wollen wir die kleine Ghosttown in Ludlow besuchen. Neben uns rattert der gigantische Zug langsam vorbei, während der Lokführer freundlich winkt.
Wer hat hier wohl einst gelebt? Wahrscheinlich Minenarbeiter. Die müssen den Ort aber schnell verlassen haben, so wie die meisten Häuser immer noch da stehen. Mir graust es hier, wie jedes Mal wenn wir eine Geisterstadt besuchen. Ich bin recht froh, wieder in der Wärme, weiter bis zu der Gedächtnisstätte für Minenarbeiter, etwas weiter vorne, zu fahren. Heftiger Regen, sogar Blitze begleiten uns, während wir vor dem Denkmal an das "Ludlow-Massaker" stehen. Dargestellt ist eine Frau, ein Kind und einem Mann. Sie sind am 20. April 1914 während einem Aufstand gegen die Nationalgarde gestorben.

Eigentlich wollten wir bis Pueblo fahren, doch 40 Kilometer vorher entschliessen wir uns in Colorado City einen KOA-Campground aufzusuchen.
Der freundliche Mann an der Rezeption schenkt uns beiden knusprige Peanutbutter-Cookies, die wir uns bei Kaffe und Tee schmecken lassen.
In der haben einige junge Schweizer ihren Camper neben uns parkiert. Sie scheinen nicht zu frieren, denn alle haben kurze Hosen an. Gut scheint jetzt Sonne wieder.   
Für Werni und mich geht einer der schönsten Tage in den Staaten zur Neige. [TOP]

Freitag, 20. April 2012 Colorado City

Ein herrlicher, sonniger Tag lädt zum Grillieren ein und, da ein Grill vor unserer Türe steht, beschliessen wir mittags, unsere marinierten Steaks zu braten. Auch Wäsche waschen ist angesagt. Die Tumbler sind der Hammer, denn sie wirbeln die Wäsche in einer grossen Trommel hin und her. In 30 Minuten ist alles trocken.
Der Colorado City KOA-Campground ist äußerst sauber und gepflegt, also überaus empfehlenswert.
Die Schweizer nebenan sind gegen Mittag abgereist. Schade, dass sie auf mein „Hallo“ so zurückhaltend reagierten.
Hinter uns steht neu ein kleiner Camper, den man aber auf beiden Seiten herausfahren kann. Viele Spielsachen, winzige, rosarote und lila Stühle, weisen auf Kinder hin. Diese Farbtupfer machen den Platz noch fröhlicher.
Ein Amerikaner, wie es im Büchlein steht, mit Cowboyhut und Stiefeln führte seinen Hund vor unserem Camper spazieren. Er war sehr erstaunt, als das winzige Fellknäuel mich wie eine alte Freundin begrüsste. So herzig!
Im DRS Nachtprogramm ertönt „lüpfige“ Ländlermusik. Wir lassen uns dazu ein Vanilleeis mit Baumnüssen schmecken. Ist das ein Leben! Aus dem Frontfenster kann man in die Weite Colorados sehen. [TOP]

Samstag, 21. April 2012

Chillen in Colorado City! Die schneebedeckten Rockys vor der Haustüre. Herrliches Wetter!
Was will man noch mehr? Um19 Uhr gibt’s auf dem Platz Country Music mit Roger Wynn (Wer das auch immer ist?). Ice Cream and Rootbeer für 2 Dollar. [TOP]

Sonntag, 22. April 2012

Was man so alles beobachtet, wenn man zum Frontfenster hinausschaut. Obwohl es eigens für Hunde eine Zone gibt, wo sie Gassi gehen können, lässt nun gerade ein weissbärtiger „Mitcamper“ einen Hund ausgiebig am Baum auf unserem Platz sein „Ding“ verrichten.
Wir bleiben noch einen Tag, denn wir wollen erst morgen ins Flugzeugmuseum in Pueblo. Am Wochenende sind solche Orte meist total überfüllt.
Bei herrlichem Sonnenschein geniessen wir unser Camperleben. [TOP]

Montag, 23. April 2012

Wieder von Sonnenstrahlen geweckt, gibt’s draussen Frühstück.
Wir sind sehr traurig, denn, wie wir heute erfahren mussten, ist unser lieber Freund und Werni’s bester Schulfreund Hans leider verstorben. Wir vermissen dich sehr! Unsere Reise geht weiter gegen Denver hinauf.FlugMuseum

 

Im Flugzeugmuseum in Pueblo begleitet uns Rudy ins Innere des B-29 Bombers, den er während des 2. Weltkriegs von Guam zu Bombenangriffen nach Japan und zurück flog. Es ist die eindrückliche Geschichte eines jungen, zwanzig jährigen Amerikanischen Soldaten, die er uns im Cockpit des Riesenvogels erzählt. Rudy war massgeblich beteiligt am Aufbau dieses Museums, RudyB29als Volontair. Es gelang ihm, insgesamt über 2 Millionen Dollar für die beiden Hangars zu sammeln. Natürlich hat ihn die jahrelange Restaurierung
der B-29 am Meisten begeistert. Nach über drei Stunden verlassen wir tief beeindruckt diesen Ort.
Hungrig essen wir im Subways eine knusprige Pizza und ergänzen unsere Vorräte im Walmart.

B29

Im Garden of de Gods  RV Campground in Colorado Springs finden wir rasch einen guten Platz. Ein Mann vis à vis winkt uns freudig zu. „Kennst du den?“ Werni ist ebenfalls erstaunt. Haben wir etwas falsch gemacht? Aber nein! Es ist der Schweizer, den wir mit seiner Frau am ersten Tag beim Abholen des Campers kennenlernten. Beide begrüssen uns sehr freundlich und wir werden spontan zu einem guten Glas Wein eingeladen. Erstaunlicherweise haben sie beinahe die gleiche Route wie wir gewählt. Es gibt viel zu berichten. Anschliessend verbringen wir einen lustigen, anregenden Abend beim Mexikaner. Das Essen ist sehr empfehlenswert, ebenso die Margaritas! [TOP]

Dienstag, 24. April 2012 [Bilder]

Unsere Schweizer Nachbarn fahren heute weiter. Viel Glück und gute Reise!
Stahlblauer Himmel über uns auf dem Trail zwischen den roten Felsen vom Garden of the Gods. In der Ferne wacht ein schneebedeckter Gigant über Colorado Springs, es ist der über 4100 m hohe Pikes Peak, auf dessen Gipfel wir uns 2006 fotografieren liessen.
WinkeWinkeWauWau
Der Kletterer, der uns aus schwindender Höhe übermütig zuwinkt, die Frau die einen Kinder-wagen, beladen mit ihren zwei Hündchen und dieser „göttliche Garten“ lassen mich die drückende Hitze vergessen. Zwei Schulbusse brachten Kinder zum Picknicken hierher. Die Kleinen scheinen es richtig zu geniessen. 
Wolken kommen auf. Ach ist das herrlich!
Wie schon so oft in den letzten Tagen, treibt uns der Hunger zurück zum „Heimatli“.


HarleyHalt Werni!“ Das von Chrom funkelnde Motorrad am Strasserand muss unbedingt von mir fotografiert werden. Der stolze Besitzer lehnt sich derweilen neugierig zu Werni hinein. Er erzählt uns strahlend, er müsse bei diesem herrlichen Wetter einfach einige Kurven in dieser schönen Gegend fahren. Wie recht er hat!
Zum Zmittag essen wir einen gemischten Salat und trinken, trinken!
Es regnet leicht. Bei offener Türe geniessen wir diese Abkühlung. Eichhörnchen, sowie ein kleines Rudel Hirsche besuchen uns, ist das schön! [TOP]

Mittwoch, 25. April 2012

Historic Manitou Springs in Colorado, wie gelangen wir dorthin? Die einen sagten in fünf Minuten erreiche man den Ort spielend. Andere wiederum sprechen von vierzig Gehminuten. Was ist nun aber wahr? Wir probieren es aus. Ein gut ausgebauter Wander- und Veloweg führt an einem idyllischen Fluss vorbei, wo sich Eichhörnchen auf den hohen Bäumen tummeln, bis Manitou Springs. Wie gewohnt, wenn man anderen glaubt, laufen wir eine Stunde einen Weg, aber es lohnt sich wirklich! Viele schmucke Häuser im Old Wild West Stil, meistens Läden, verkaufen Indianerschmuck, Kleider wie vor 100 Jahren, Bären in allen Grössen aus Holz geschnitzt und vieles mehr. Auch Restaurants verführen zum länger bleiben, was ihnen gelingt. Wir essen vorzüglich und kühlen mit viel Sprite unsere von der Sonne heissen Köpfe. Zur Vorspeise gibt’s wohltuende, schmackhafte Gerstensuppe, man staune!
Alte „Amifässer“ fahren gemächlich an uns vorbei. Auch etliche Motorräder sind zu sehen.
Genug vom Wilden Westen, spazieren wir zurück zum Campground, dankbar, dass der Himmel in der Zwischenzeit bedeckt ist.
Im Übrigen, Colorado ist das Land der Bären, wusstet ihr das? Bei der Rezeption wies man uns darauf hin, dass sich manchmal Meister Petz hier auf dem Platz herumtreibe, wir sollen ihn einfach nicht beachten. OK!! Wer hätte das gedacht? Sorry, ich muss schnell die bei uns sonst stets offene Eingangstüre schliessen! [TOP]

Donnerstag, 26. April 2012

Unseren letzten Tag im Camper verbringen wir im Garden of the Gods RV Campground in Colorado Springs. Ausräumen und putzen ist angesagt. Zudem muss der Propangas-Tank gefüllt werden. Schon irgendwie ein komisches Gefühl unser „Heimetli“ morgen irgendwo in Denver abzugeben. Doch die bevorstehende Fahrt mit einem PW nach Los Angeles macht uns mobiler. Wir könne alle Orte besuchen, die uns gefallen. Vor allem in den Städten ist es manchmal schwierig mit dem Camper: überhängende Äste am Strassenrand und auf Parkplätzen sind die grösste Gefahr. Zum Abschluss wäscht in der Nacht ein heftiges Gewitter unser Fahrzeug. [TOP]

Freitag, 27. April 2012

In aller Herrgottsfrühe verlassen wir Colorado Springs. Um halb 10 Uhr wollen wir den Camper bei Road Bear in Commerce City bei Denver zurückgeben. Vielen Dank „Kleiner“, wir hatten viel Spass mir dir! Die Rückgabe ist unkompliziert und schnell erledigt.
Um 10 Uhr bringt uns ein Shuttle zur etwa 30 km entfernten Autovermietung auf dem Flughafen in Denver. Freudig brausen wir in einem weissen Chevrolet Traverse LT dem über 400 Kilometer entfernten Grand Junction entgegen. Eine eindrückliche Fahrt durch die Rocky Mountains, Vail Pass[Bei Schneesturm und Wind, führt uns über den Vail-Pass (3250 müM). Bei uns in den Alpen gibt es in dieser Höhe längst keine Bäume mehr, hier jedoch schon, die Nadelbäume hier tragen heute weisse „Kleider“, sieht aus wie Puderzucker. In Beaver Creek (ca. 2'400 m) bestaunen wir die Skipisten, auf der Didier Cuche und viele andere Skifreaks Medaillen gewonnen haben.
Die Dächer einiger der mehrstöckigen grünen und braunen Holzhäuser sind noch mit Schnee bedeckt, trotzdem sehen diese berühmten Winterkurorte wie ausgestorben aus.
Neben der Autobahn fliesst der Colorado River durch den Glenwood Springs Canyon nach Westen und daneben kommt uns ein AMTRAK-Personenzug, entgegen.
Müde und hungrig treffen wir, nach insgesamt 500 km, im Quality Inn, welches wir von unserer Reise im Jahre 2006 kennen, in Grand Junction ein. Damit geht ein spannender Tag zu Ende. [TOP]

Samstag, 28. April 2012

5 Stunden und viele Fotos im Colorados National Monument! Die Informationen aus dem Internet sehen viel versprechend aus, doch diese Canyons überraschen uns trotzdem mit ihrer Grösse und Vielfalt. Viele Velofahrer trainieren auf dieser Strasse, die sich durch die herrlichen Felsformationen schlängelt, ihre Kondition.
Die roten Giganten haben es uns angetan. ChipmunkMountain Lion Winzige Hopi Chipmunks rasen von einer Felsplatte zur andern. Auch Eidechsen wärmen sich auf besonnten Felsen auf. Beim Independent Rock erspähen wir einige Bergsteiger, die da oben herum krakseln. Lieber die als ich!
Immer wieder entdecken wir zarte, feine Blumen, die an geschützten Orten blühen. An einem alten, knorrigen Baum flattern die Federn eines Traumfängers, mitten in der Wildnis, wir sind entzückt. Ist das am Ende ein Zeichen? Nachdenklich gehe ich mit grossem Schritt voraus, immer auf Klapperschlangen achtend.
Manchmal stehe ich ganz alleine zwischen den vielen, kurstämmigen Bäumen und fühle mich total frei. Erst die Tafel beim letzten Aussichtspunkt lässt mich etwas zögerlicher werden, denn neben einigen mir bekannten Tieren ist hier auch der Berglöwe Zuhause! Wer hätte das gedacht?
Durch die weite, grüne Ebene, durch die der Colorado River fliesst, fahren wir gemächlich zum Hotel zurück. Diesen wunderbaren Ort werden wir wohl nie vergessen! [TOP]

Sonntag, 29. April 2012

Schon die Fahrt nach Canyonlands ist unglaublich! Hinter jeder Kurve erscheinen neue Felsen, die immer wieder farblich voneinander abweichen.
Aber Canyonlands übertrifft alles! „Ist das nicht schöner als der Grand Canyon?“ höre ich jemanden neben mir fragen. Ich glaube, das kann man nicht miteinander vergleichen, beide sind einmalig, ist meine Meinung.
Unsere dreistündige Wanderung am Rand eines der unzähligen Canyons führt uns über gigantische Steinplatten und etlichen Stufen, die in den roten Stein gehauen wurden.
Einige der Yuccas, die hier oben in wachsen, stehen kurz vor der Blüte. Rote, gelbe und weisse Blumen wachsen an den engsten Stellen zwischen Steinen.
Unten im Tal vereinigt sich der Colorado River mit dem Green River. Was für eine Aussicht!
Später wollen wir noch den Krater besuchen, was nochmals einen Marsch von etwa 30 Minuten bedeutet, aber wir sind ja fit. An der engsten Stelle des Pfades, der hinauf zum Aussichtspunkt führt, kommt mir ein Asiat mit seinem Kind auf der Schulter entgegen. Die blau-schwarzen Haare des Kindes leuchten in der Sonne. Eine kleine Hand streckt sich mir entgegen. Ich rufe „Give Me Fife!“ und schlage lachend ein. Es scheint sich zu freuen, denn es jubelt und lacht ebenfalls laut. Wieder eine kurze Begegnung der besonderen Art.
Der Krater, der von weissen Sandbergen gefüllt ist, gibt Rätsel auf. Die einen Experten sehen einen Meteoriten als Ursache, die andern eine von unten kommende Ausstülpung von Salz. Da wir müde sind, kehren wir um und fahren nach Moab, wo wir herrlich im grossen Hotelbett des Sleep Inn schlafen. [TOP]

Montag, 30. April 2012 [Bilder] Fahrt] [Bilder] Bryce Canyon]

Wir drehen früh morgens neugierig eine Runde im Western-Städtchen Moab, bevor unsere Reise weiter zum Bryce Canyon geht.
Während wir in flottem Tempo dahinsausen, fliesst der Sevier River gemächlich neben uns her. Beim Mexikaner in Salina oben essen wir mit gemischten Gefühlen, denn das T- Shirt der Kellnerin sollte mal wieder in Omo getaucht werden. Weiter geht’s ins Tal hinunter. Allmählich macht die Felsenlandschaft grünen Ebenen Platz.
Auch diese lange Reise beweist wieder die unglaubliche Weite dieses Landes. Ab und zu einige leere Häuser, die aussehen, wie wenn die Besitzer in äusserster Eile gegangen wären. Traktoren die rosten, weisse Gartenzäune die faulen. Eigentlich schade um die heimeligen Besitztümer.
Beim Einfahren in Bryce Canyon sind wir 522 km und über 8 Stunden unterwegs.
Die Müdigkeit verfliegt schnell, denn wir meinen in einem Nobelkurort in der Schweiz gelandet zu sein. Gediegene Häuser und Geschäfte laden zum Bleiben ein. Dementsprechend sind auch die Preise! Die Koffer landen auf dem behaglichen Hotelzimmer. Dann besuchen wir schnellstens den Bryce Canyon. Die Sonne steht genau richtig um die Türmchen, Bogen, Kathedralen und menschenähnlichen roten Giganten bildlich festzuhalten.
Bei einem der vielen Aussichtsplätze nähert sich mir vorsichtig ein Rabe. Der schwarze Vogel beobachtet mich interessiert, während ich ihn Sebastian taufe. Er wird immer zutraulicher. Letztendlich fehlen nur noch einige Zentimeter, um ihn zu berühren. Ich lasse das aber, denn ich will ihn ja nicht vertreiben. Wie stets nach solchen Begegnungen bin ich ein wenig traurig. Doch ich weiss, Sebastian geht es dort oben in den Felsen gut, er geniesst eine Freiheit, von der wir Menschen nur träumen können.
Die Schatten werden länger und es fröstelt mich.
Gemütlich fahren wir zum Hotel, wo wir nach einem leichten Nachtessen bald einschlafen. [TOP]

Dienstag, 1. Mai 2012

Voller Unternehmungslust betreten wir hungrig den Frühstückssaal des Hotels. Der Kellner begrüsst uns unfreundlich, bringt uns an einem Tisch und wirft das Besteck achtlos hin. Befremdet schauen wir ihm nach, wie er, mit den Hosen beinahe an den Knien, davon latscht. Sorry, aber ich muss das raus lassen!
Die Sonne wird von Schleierwolken bedeckt, also fahren wir nur zum Visitor-Center, dann weiter durch den Zion National Park. Wiederum säumen gigantische und interessante Felsformationen unseren Weg. Ein Föteli da, ein Föteli dort und schon haben wir den Canyon verlassen.
Bevor es noch karger wird, müssen wir tanken. Vor einem modernen Grill steht eine Frau, ich sehe sie nur von hinten. Das muss ich aber begutachten. Es dauert nicht lange, und schon halten wir Brötchen mit einer herrlich grillierten Wurst in der Hand. Die Frau schwärmt von New York, anscheinend ist sie ursprünglich von dort. Was sie mir von der Metropole erzählt, macht mich ehrlich neugierig.
Langsam rückt unser Tagesziel näher. Auch wird es immer wärmer: 32° zeigt das Thermometer.
17 Uhr: die Aussicht von unserm Zimmer 21165 im Excalibur in Las Vegas auf den Strip, ist unbeschreiblich!
Erwartungsvoll zieht es uns hinunter in die lebensfrohe Stadt. Auf dem Schild eines Bettlers lesen wir: “Ich leugne es nicht, ich brauche Bier!“ Noch eine Runde durch einige Casinos, dann sind wir bettreif. [TOP]

Mittwoch, 2. Mai 2012 [Bilder]

Die Sonne weckt uns am Morgen. Juhui wir sind in Las Vegas!
Gut, dass wir uns hier schon einigermassen auskennen. Also wandern wir in die Stadt zum Frühstücken.
Vor dem Bellagio spritzen immer um die volle Stunde Wasserfontänen im Takt zur Musik in die Höhe. Es ist zehn vor, nichts wie hin! Nun lauern wir gespannt auf das einmalige Schauspiel. Während des Wartens passiert eine schwarze Stretchlimousine, gleichzeitig fischt ein ärmlich gekleideter Mann strahlend einen halb vollen Kaffeebecher aus der Mülltonne. Eine ältere Frau sitzt in einem rosa Elfenkleid wie erstarrt am Strassenrand.
Der Pfarrer, der lautstark gegen Alkohol predigt, hat nicht unrecht, denn auffallend viele Frauen und Männer tragen Bierflaschen oder -büchsen mit sich.
Palmen neigen sich im warmen Wüstenwind. Wir schlendern danach weiter durch die langen Gänge, wo sich die teuren Geschäfte befinden. Meistens sieht man dort Asiaten einkaufen.
Ein Deutscher vor uns beklagt sich dröhnend, die Fenster seien überall so schmutzig!
Warum lässt er sich nicht zur Beruhigung die Füsse für nur 9.99 Dollar massieren? Das beruhigt!
Rolltreppe hinauf und wieder hinunter. Wir Zwei geniessen den herrlichen Tag seelenruhig mitten im Getümmel, denn Las Vegas gefällt uns in all seinen Schattierungen. [TOP]

Donnerstag, 3. Mai 2012

„Good Luck!“ rufe ich spontan einer jungen Frau zu, die aufgeregt einen Brautstrauss in der Hand hält. Dafür bekomme ich ein strahlendes Dankeschön, was mich natürlich sehr freut. Heute soll ihr schönster Tag sein, denn, wie es aussieht, wird sie in einer der vielen, schmucken Kapellen hier in Las Vegas heiraten.
In Gedanken noch bei der Braut, stehen wir direkt vor einer etwa drei Meter langen Python, die ein Mann um die Schultern geschlungen hält. Neugierig hält die Schlange ihren schönen Kopf in unsere Richtung. Wer kann da widerstehen, das Reptil zu streicheln, was ihr anscheinend gefällt. Der Mann erzählt, er habe noch eine zuhause, die sei über 10 Meter lang. Lieber er als ich! Wieder eine Erfahrung reicher, bedanken wir uns und lassen uns weiter treiben durch die vielfältige Wüstenstadt, wo unzähligen Geschäfte locken.
Vergeblich versucht man uns, Tickets für eine Show anzudrehen.
Ein warmer Abendwind begleitet uns zurück ins Hotel. [TOP]

Freitag, 4. Mai 2012 [Bilder]

Zum Abschluss gibt’s Frühstück nochmals im Herzen von Las Vegas.
Wir schlendern den Strip hinunter, gehen noch schnell ins eine oder andere Geschäft, bevor unsere Reise weiter geht. Mit genügend Benzin und Wasser fahren wir durch die staubtrockene Mojave Wüste. Ausser einigen Luftspiegelungen, nur einige trockene Sträucher und Sand. In Barstow essen wir einen Hamburger. LAS_LAXDer gewollte Umweg über den Angel Crest Highway [B-C auf der Karte] führt uns bis auf 2’250 müM, an Felswänden vorbei, die zum Teil noch von Schnee bedeckt sind. In einem weiten Tal stehen nur noch schwarze Stummel verbrannter Bäume und die wenigen Häuser scheinen neu zu sein. Wir sind praktisch alleine auf der 103 Kilometer langen Bergstrecke bis nach Los Angeles. Doch dann wird man von einem Moment zum anderen auf die fünfspurige Autobahn katapultiert. Es ist bewundernswert, wie ruhig und sicher Werni den Jeep zum Hotel lenkt. Ich probiere derweilen einige Eindrücke von Down Town mit der Kamera einzufangen. Ein Riesenrad, Palmen, die in den Himmel ragen, in der Sonne glänzende Autos, die zu Hunderten in einer Kolonne stehen, blühende Bäume und natürlich Wolkenkratzer!
Dann stehen wir im Zimmer unseres Hotels in der Nähe des Flughafens und wollen nach über 500 Kilometer einfach nur noch Ruhe!
[Link Google Maps] [TOP]

Samstag, 5. Mai 2012 [Bilder]

5 de MayoEl Cinco de Mayo (spanisch 5. Mai) ist ein mexikanischer Nationalfeiertag. Der Feiertag ist nicht gesetzlich und wird vor allem in Puebla selbst mit allerlei Festivitäten begangen. Darüber hinaus erlangte er in den letzten Jahrzehnten im mexikanischstämmigen Bevölkerungsteil der Vereinigten Staaten von Amerika zunehmende Bedeutung. Werni und ich essen am Mittag im Norden von Los Angeles Mexikanisch draussen in der warmen Meeresluft und sind somit mitten drin im Fest! Gross und Klein sind in den Nationalfarben Mexikos gekleidet und geniessen ihren Tag. Aus jedem Geschäft tönen Mariachis, das tut meiner Seele gut.
Auf dem Rückweg zum Hotel fliegt ein Jumbojet nur einige Meter über unseren Köpfen zur Landepiste in LAX. Alle Strassen scheinen verstopft zu sein. Trotzdem kommen wir sicher und gut im gemütlichen Zimmer an, wo ich zum x-ten Mal die Koffer ein und aus packe, denn überall auf unserer Reise gab es ein klitzekleines Souvenir, das nun mit Heim will, ihr wisst was ich meine!
Unsere Letzte Nacht in Amerika. [TOP]

Sonntag, 6. Mai 2012 [Bilder]

Da wir erst abends fliegen, haben wir noch einen ganzen Tag in Los Angeles, den wollen wir natürlich nutzen. Also fahren wir den Hang hinauf durch ein nobles Viertel. Bäume tragen Handgrosse rote Blüten, die aussehen wie Staubwedel. Je weiter wir hinauffahren, desto mehr Autos stehen parkiert am Strassenrand. Hier verbringen anscheinend die Städter ihren Sonntag. Jogger, Velofahrer, Wanderer und einfach nur Menschen, die den herrlichen Tag hier oben geniessen. Jeder will ein Foto von sich mit dem weltberühmten „Hollywood“ im Hintergrund.Hollywood
Das Denkmal von James Dean, der leider in jungen Jahren starb, ragt in den Himmel.
Wir sehen in die Ferne, denn man hat eine ausgezeichnete Aussicht über Los Angeles, das sich leider im Dunst versteckt.
Gegen 15 Uhr verlassen wir den beliebten Ort, dann fahren wir durch den Chinesischen Stadtteil bis zur Autovermietung, wo wir mit dem letzten Tropfen Benzin ankommen.
Der Shuttle bringt uns kurz darauf zum Flughafen.
Abends um halb Acht sitzen wir im Airbus 340-300 der Swissair, denn hier benützt man immer noch den alten Namen; wenn man nach den Schaltern der SWISS fragt, wird man nur erstaunt angeguckt.
Ein ruhiger Flug. Ich kann sogar einige Stunden schlafen. [TOP]

Montag, 7. Mai 2012

Nachmittags landen wir, nach gut 11 Stunden pünktlich in Zürich.
Damit ist unsere gemeinsame Reise jetzt zu Ende. Danke, dass ihr uns begleitet habt, ich hoffe, es hat euch auch so viel Spass gemacht wie uns. Bei der nächsten Reise hoffen wir, dass ihr wieder dabei seid. Tschüss mitanand! [TOP]